Donnerstag, 13. September 2012

Schuldig geblieben ...

... bin ich Euch ja noch die Erklärung was das "Ongeschwedde" (On-jä-schwädde) aus meinen letzten 12von12 eigentlich ist. Und da gestern ja schon wieder der zwölfte war und ich es schon wieder mal vergessen habe, so kommt dann heute wenigstens endlich die Erklärung.
Ongeschwedde ist ein Brot aus dem Mönchengladbacher Raum, also eigentlich noch eher aus dem Rheydter Raum. Sprich aus meiner Geburtsstadt. Das gibt es wirklich nur dort und in ein paar umliegenden Dörfern. Das Brot gibt es immer nur ganz kurz nach der Erntesaison. Es wird aus frisch gemahlenem Weizen- und Roggenmehl hergestellt. Da Mehl bei Lagerung schwitzt und das Mehl für dieses Brot eben nicht gelagert wurde hat es noch nicht geschwitzt ... es ist ungeschwitzt ... also "ongeschwedde".
Zum Geschmack dieses Brotes gibt kann man soviel sagen: Entweder man liebt es, oder man hasst es. Dazwischen gibt es eigentlich nichts. Es ist, durch das Mischen des Mehls, ein helleres Roggenbrot, das durch Zugabe von Korinthen und Korinthenwasser dann zum süßen Roggenbrot wird. Den Geschmack kann man schwierig beschreiben, aber er ist halt etwas Besonderes und man kann sich immer ein ganzes Jahr darauf freuen ... ich glaube das ist auch das ganze Geheimnis. Denn sind nicht irgendwie alle Dinge, die es nur eine bestimmte Zeit im Jahr gibt, besonders lecker?
Liebe Grüße, Eure

1 Kommentar:

RitaGri hat gesagt…

Danke für die landeskunlich-kulinarische Erklärung!